Leben in der Heide

Das Leben in der Fröttmaninger Heide ist von ungewöhnlicher Vielfalt: Wir Menschen nutzen sie heute vor allem zur Erholung, auch weil hier in der Natur immer etwas zu erleben ist. Die Tiere und Pflanzen kommen in einer bemerkenswerten Reichhaltigkeit vor.

Die Fröttmaninger Heide ist ein Kleinod, ein selten gewordener Rest der großflächigen Heiden, die bis ins 20. Jahrhundert hinein das Landschaftsbild zwischen München und Freising bestimmten. Das Besondere an der Fröttmaninger Heide ist ihr verbindender Charakter: Hier treffen Tier- und Pflanzenarten aus allen Regionen Europas aufeinander: solche, die aus den Alpen stammen, Arten aus dem Mittelmeerraum und Relikte der nacheiszeitlichen Kältesteppe. Viele Arten sind an die typischen Standortverhältnisse, an Trockenheit, Hitze und arme Böden besonders gut angepasst. Dadurch entstand im Umfeld der Stadt München ein Artenreichtum, den es in Deutschland kaum noch gibt.

U. Hochrein

Die Fröttmaninger Heide, wie wir sie heute kennen, besteht aus  einem Mosaik aus  Kalktrockenrasen, lichten Kiefernwäldern mit Saumvegetation sowie Pionierstandorten mit Kleingewässern auf offenen Kiesflächen. Auch diese Vielfalt der Lebensräume bewirkt den ungewöhnlich hohen floristischen und faunistischen Artenreichtum.

Die Beweidung mit Schafen hat die Fröttmaninger Heide seit Jahrhunderten geprägt. Sie spielt auch heute eine wichtige Rolle, damit die selten gewordenen Tiere und Pflanzen, die in der Fröttmaninger Heide eine Heimat gefunden haben, weiter hier überleben können.