Nutzungsgeschichte

Die Fröttmaninger Heide in historischer Zeit

Bereits im 8. Jahrhundert wurde Fröttmaning namentlich erwähnt. Damals war die heutige Heide wohl noch mit einem lockeren Eichen-Kiefern-Hain bestanden, der von kleinen Lichtungen durchsetzt war.

Bei fehlender Beweidung wächst die Haide mit Kiefern und Weiden zu.

Die trockenen, wenig ertragreichen Böden, die außerdem durch Spätfrost gefährdet waren, waren nur sehr eingeschränkt land- bzw. forstwirtschaftlich nutzbar. Zur Verbesserung der Erträge wurden daher auf ortsnahen Flächen Hochäcker angelegt. Der Rest wurde als Weideland (Allmende) genutzt. Damals wurden auch die Wälder beweidet, so entstanden die typischen lichten Kiefernwälder. Der große Bedarf an Holz führte zu einer weiteren Reduktion der Waldflächen. So entstanden die typischen Heideflächen.

Landschaftliche Nutzung um 1812

Nach der Säkularisation wurden die Allmende-Flächen sukzessive als Privateigentum an die Bauern verteilt. Es folgte eine zunehmend intensivere landwirtschaftliche Nutzung, die heute die Landschaft zwischen München und Freising prägt. Die Fröttmaninger Heide blieb jedoch davon verschont: seit Ende des 17. Jahrhunderts wurde sie militärisch genutzt; während dieser Zeit wurde die Vegetation vor allem durch Beweidung mit Schafen kurz gehalten.