Schutzgebietsausweisung

Warum ist diese „einstweilige Sicherstellung“ wichtig und was hat sie zu bedeuten?

Der südliche Teil der Fröttmaninger Heide wurde durch die Regierung von Oberbayern mit Wirkung zum 9.5.2012 einstweilig als Naturschutzgebiet sichergestellt. Der offizielle Titel des Schutzgebietes lautet „Fröttmaninger Heide – Südlicher Teil“.

Silbergrüner Bläuling

Die Fröttmaninger Heide ist für selten gewordene Tiere und Pflanzen von herausragender Bedeutung. Der Schutz ihrer unersetzbaren Lebensräume ist daher von größter Wichtigkeit. (Hier finden Sie mehr zur Bedeutung der Fröttmaninger Heide für den Naturschutz.) Aufgrund der vielen Nutzungsansprüche und des erheblichen Besucherdrucks, die eine Lage am Stadtrand mit sich bringt und der ungelenkt zu einer gravierenden Verschlechterung führen würde, beabsichtigt die Regierung von Oberbayern die Ausweisung der „Fröttmaninger Heide – Südlicher Teil“ als Naturschutzgebiet.

Die einstweilige Sicherstellung ist ein erster Schritt, der helfen soll, die Fröttmaninger Heide auch für kommende Generationen zu bewahren. Die Rechtsverordnung dazu enthält Regelungen, um das Gebiet bis zur endgültigen Ausweisung vor Schäden zu bewahren. Dadurch steht mehr Zeit für einen intensiven Dialog zur Verfügung. Sie bietet andererseits Spielräume, um vor Erlass der endgültigen Verordnung verschiedene Maßnahmen zum Schutz der Heide zu erproben. Denn die Fröttmaninger Heide soll auch weiterhin von den Menschen als Erholungsraum genutzt werden können. Wie ein harmonisches Miteinander von Mensch und Natur erreicht werden kann, will die Regierung von Oberbayern gemeinsam mit den Menschen vor Ort herausfinden. Das vorgeschaltete, informelle Beteiligungsverfahren soll diesen intensiven Austausch zwischen Behörde und betroffenen Bürgern ermöglichen und eine gute Grundlage für das anschließende formelle Verfahren schaffen.

 

Das formelle Verfahren hat begonnen

Das formelle Verfahren zur Ausweisung des Naturschutzgebietes (NSG) „Südliche Fröttmaninger Heide“ hat mit einer ersten Auslegung der Verordnungsentwürfe und Verordnungskarten im Zeitraum vom 23. Juni bis 22. Juli 2015 begonnen. Dieses ist zwischenzeitlich abgeschlossen. Parallel wurden die Kommunen, Behörden und betroffenen Stellen sowie die anerkannten Naturschutzvereinigungen angehört. Weitere Informationen zum Verlauf des formellen Verfahrens erhalten Sie unter folgendem Link.